Volkswagen: Vertrauensbeweis für Betriebsrats-Spitze
Die Vorbereitungen für die Betriebsratswahlen im kommenden März laufen auf Hochtouren. Bei Volkswagen, wo vom 2. bis 4. März gewählt wird, sind die Nominierungen in den einzelnen Bereichen abgeschlossen. Das Spitzenteam mit Bernd Osterloh, Bernd Wehlauer und Michael Riffel ist mit einem großen Vertrauensbeweis gewählt worden.
Der Sitzungssaal im Sektor 12 war voll besetzt. Mehr als 300 Vertrauensleute, Betriebsräte, Jugend- und Schwerbehindertenvertreter drängten in den Raum. Sie alle waren gekommen, um Bernd Osterloh, Bernd Wehlauer und Michael Riffel für die drei Top-Plätze auf der IG Metall-Liste zur Betriebsratswahl zu nominieren. Prächtige Stimmung und zufriedene Gesichter bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Für die Kandidaten gab es viel Lob, Anerkennung, Zustimmung und auch Dankbarkeit. Die Wahl war schließlich ein Selbstläufer.Bernd Osterloh erreichte als Spitzenkandidat das Top-Ergebnis von deutlich über 95 Prozent, Wehlauer und Riffel lagen mit ihren Voten ebenfalls klar über der 90-Prozent-Marke. Auf ausdrücklichen Wunsch der drei Bewerber erfolgte diese Abstimmung in geheimer Wahl.
„Die Kolleginnen und Kollegen honorieren damit den Einsatz, mit dem die Drei in den vergangenen vier Jahren sehr erfolgreich die Interessen der Belegschaft vertreten haben“, sagte der Wolfsburger IG Metall-Bevollmächtigte Frank Patta, der die Wahlversammlung geleitet hatte.
Er erinnerte an die äußerst schwierige Tarifrunde 2006, in der es gelungen sei, den Einstieg in die Produktmitbestimmung zu schaffen. Patta: „Durch die konkreten Produkt- und Stückzahlzusagen konnten wir die Beschäftigung in Deutschland und insbesondere Wolfsburg langfristig sichern.“ Als weitere bundesweit beachtete Meilensteine der erfolgreichen Betriebsratsarbeit nannte der Wolfsburger IG Metall-Chef die Durchsetzung der Komponenten-Strategie, mit der mehr als 30.000 Arbeitsplätze erhalten blieben, die Integration von Auto 5000 in den VW-Haustarifvertrag sowie die Auseinandersetzung mit den Ex-Porsche-Vorständen Wiedeking und Härter und die Sicherung des VW-Gesetzes. „Dieses Vorgehen wird als strategische Meisterleistung in die Geschichte eingehen“, lobte Frank Patta.
Aber nicht nur die Beschäftigten von Volkswagen bestimmen in drei Monaten eine neue Interessenvertretung. Im Betreuungsbereich der IG Metall Wolfsburg werden in knapp 50 weiteren Betrieben die Betriebsräte neu gewählt.


