Autostadt: „Nur eine große Organisation kann Sicherheit bieten“
Die Kandidatinnen und Kandidaten der IG Metall in der Autostadt haben am gestrigen Donnerstag mit der Verteilung teuflisch guter Schutzengel die heiße Phase des Betriebsratswahlkampfes eingeleitet. Unterstützt wurden sie dabei vom 1. Bevollmächtigten der Wolfsburger IG Metall, Frank Patta, der unter anderem in der Auslieferung, bei den TourGuides und im Kundencenter das Gespräch mit der Belegschaft suchte. Dabei ging es wiederholt um Probleme mit der Teilzeitregelung und der Kinderbetreuung.
Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet am heutigen Tag:
Autostadt: Wahlkampf mit kleinen Schutzengeln
IG Metall startet Kampagne – Im Sommer ist nächste Tarifrunde
(htz) In der Autostadt startete gestern die heiße Phase für den Betriebsratswahlkampf. Die IG Metall eröffnete ihre Kampagne „IG Metall in der Autostadt: Ein verteufelt guter Schutzengel“. Die Kandidaten verteilten rund 1000 kleine Plüschengel und suchten das Gespräch mit den Mitarbeitern.
„Die Arbeitsplatzsicherung über das Jahr 2010 hinaus gehört zu unseren wichtigsten Zielen“, sagt Spitzenkandidatin Iris Exner. Im Mittelpunkt stehen außerdem die Entwicklung der Lohngruppen und -stufen, die Durchsetzung einer tariflichen Regelung zur Altersteilzeit, individuellere Teilzeitmodelle und eine stärkere Beteiligung der Belegschaft an der Arbeitszeitplanung. „Wir werden alles tun, damit die Autostadt auch in Zukunft Autostadt bleibt, als ein wichtiger Bestandteil von Wolfsburg und dem Volkswagen-Konzern“, sagte IG-Metall-Chef Frank Patta.
Bereits am Mittwoch hatte die IG Metall eine Unterstützerliste mit rund 250 Unterschriften beim Wahlvorstand in der Autostadt eingereicht. Die Gewerkschaft tritt mit 29 Kandidaten zur Betriebsratswahl am 18. Februar an. Die vorgezogene Wahl war nötig geworden, nachdem sich die Vertreter der IG Metall aus dem alten Betriebsrat zurückgezogen hatten.
Im Sommer steht die nächste Tarifrunde für die Autostadt an. Verhandlungspartner für die Geschäftsführung ist die IG Metall. „Wir haben den Anspruch, dass gute Arbeit dementsprechend vergütet wird. Diese Sicherheit kann nur eine große Organisation bieten“, sagte Patta.
Quelle: Wolfsburger Allgemeine Zeitung vom 22.01.2010
Diesen Aspekt heben auch die Wolfsburger Nachrichten hervor:
Die Vertreter der anderen Listen könnten dies nicht leisten, denn bereits 50 Prozent der 1000 Autostadt-Beschäftigten seien in der IG Metall organisiert. „Wären es nur 15 Prozent, dann würde in der Autostadt wohl nicht der Tarifvertrag Metall gelten, sondern dann wäre die Referenz für die Löhne der Erse-Park.“
Quelle: Wolfsburger Nachrichten vom 22.01.2010

