Patta: „Beschäftigungssicherung für die Autostadt über 2011 hinaus“
Am Freitag hat die IG Metall in Autostadt offiziell ihre Kandidatenliste für die Betriebsratswahl am 18. Februar 2010 präsentiert. Begleitet vom 1. Bevollmächtigten der IG Metall Wolfsburg, Frank Patta, verteilte sie ihren Kandidaten-Flyer in allen Bereichen der Autostadt. Die Liste „IG Metall in der Autostadt“ hat auf dem Wahlzettel den Listenplatz 3 zugelost bekommen. Zentrale Punkte ihres Programms sind: den Status der Autostadt erhalten, eine Arbeitsplatzsicherung über 2011 hinaus, eine tarifliche Altersteilzeitregelung, mehr Mitsprache der Mitarbeiter bei Dienstplänen und der Gestaltung der Teilzeit und die Auflösung des Staus in der Eingruppierung bzw. bei den Lohnstufen.
Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtete am 30.01.2010 über die Aktion vom Vortag:
Autostadt: IG-Metall-Liste für die Betriebsratswahl
Liste mit 29 Kandidaten – Frank Patta stellte das Programm vor
(htz) Nach der Betriebsratswahl in der Autostadt am 18. Februar sollen drängende Probleme der Mitarbeiter aufgegriffen werden: Die IG Metall stellte gestern ihre Wahlliste mit 29 Kandidaten vor und informierte über das Programm der Gewerkschaft. IG-Metall-Chef Frank Patta kündigte einen neuen Kurs der Betriebsratsarbeit in der Autostadt an. „Es wird eine sach- und themenorientierte Auseinandersetzung geben“, sagte Patta. Zugleich kündigte er an, dass die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung „wesentlich unangenehmer“ werde. Im Gegensatz zum derzeitigen Betriebsrat wolle man die Probleme aber in Gesprächen auf Augenhöhe lösen – und nicht durch den Gang vor Gerichte.
Iris Exner (47), Thorsten Bentlage (39) und Martina Musial (47) sind die Spitzenkandidaten der IG Metall. Alle drei waren bereits Mitglied im aktuellen Betriebsrat – und hatten sich nach den Querelen mit dem Noch-Betriebsratsvorsitzenden Willi Giebel aus dem Gremium zurückgezogen. Diesen Streit wollen die drei Kandidaten hinter sich lassen. „Die Themen unseres Wahlprogramms kommen aus der Belegschaft. Alle Bereiche der Autostadt sind vertreten“, sagt Musial.
Reibungspunkte zwischen dem neuen Betriebsrat und der Geschäftsführung der Autostadt werde es genügend geben, etwa beim Einsatz qualifizierter Mitarbeiter in der Fahrzeugauslieferung oder bei der Auflösung des Staus in den Lohngruppen.
Quelle: Wolfsburger Allgemeine Zeitung vom 30.01.2010
Auch den Wolfsburger Nachrichten war die Aktion am Samstag, dem 30.01., einen Beitrag wert. Darin hieß es unter der Überschrift „Kusche(l)n will keiner“ unter anderem:
„Die IG Metall wird nach der Wahl keinen Kuschelkurs fahren“, warnt der 1. Bevollmächtigte. Ebenso wie bei Volkswagen sei das Thema Beschäftigungssicherung auch in der Autostadt in diesem Jahr das zentrale Anliegen. „Wir wollen diese Beschäftigungssicherung. Und wir wollen sie über das Jahr 2011 hinaus und ohne dass wir sie uns mit irgendwas erkaufen müssen“, machte Patta klar. Hinter der Liste stehe die geballte Macht der Organisation.
Quelle: Wolfsburger Nachrichten vom 30.01.2010
Flyer der KandidatInnen der Liste „IG Metall in der Autostadt“

