09.02.2010 | Hartz IV-Regelung verfassungswidrig

IG Metall für höheren Hartz IV-Regelsatz

Zum heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz IV-Regelsätzen erklärt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg:

Patta: Hartz IV-Urteil ist Ohrfeige für die Politik

Der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Wolfsburg, Frank Patta, hat das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts begrüßt. Er nannte es „äußerst befremdlich, dass die Politik bei einer so einschneidenden Reform wie Hartz IV, bei der es um die Existenzgrundlage von Millionen Menschen geht, ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat“. Der Richterspruch sei „eine schallende Ohrfeige für die verantwortlichen Politiker“, so Patta.

Er forderte, dass die Regelsätze schnellstmöglich überarbeitet werden. „Ich bin mir sicher, dass dabei schnell deutlich wird, dass die bisherigen Sätze viel zu niedrig waren. Ein menschenwürdiges Leben war damit kaum zu bestreiten. Als IG Metall haben wir uns deshalb immer für einen Mindestbetrag von 440 Euro eingesetzt“, unterstreicht der Gewerkschafter.

Dieter Pfeiffer, Fachsekretär und zuständig für die Hartz IV-Beratung der IG Metall, kündigte an, das Urteil so schnell wie möglich in die Beratung einfließen zu lassen. Wichtig sei jetzt, so Pfeiffer, „etwaige Mehrbedarfe geltend zu machen, etwa für die Winterschuhe der Kinder.“ Rat weiß die gemeinsame Hartz IV-Sprechstunde der IG Metall und des Diakonisches Werk findet jeden Mittwoch von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr im Gewerkschaftshaus statt.

Ein Kommentar

  1. Alfred Hartung schrieb:

    Das Urteil ist in Ordnung, aber die Sozialabbau-Politiker werden nicht von alleine den Regelsatz erhöhen, siehe die Tiraden von Westerwelle. Da wird weiterhin “Druck von unten” nötig bleiben.

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