Reusch: Wichtig ist, dass der VFL gesprächsbereit ist
Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung schreibt heute:
VfL-Tarifrunde hat begonnen
Thilo Reusch: Hoffen auf schnellen Abschluss
Premiere beim VfL Wolfsburg: Zum ersten Mal trafen sich gestern IG Metall und VfL Fußball GmbH zu Tarifgesprächen in der VW-Arena – es geht um einen Tarifvertrag für die VfL-Mitarbeiter. Verhandlungsführer sind VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze und Thilo Reusch (IG Metall). WAZ-Redakteur Jörg Lünsmann sprach mit Reusch.
WAZ: Herr Reusch, welche Ergebnisse gibt‘s nach der ersten Verhandlungsrunde?
Reusch: Zuerst einmal muss man sagen, dass Tarifgespräche für den VfL eine neue Erfahrung sind. Wichtig für die IG Metall ist, dass der VfL gesprächsbereit ist und sich bereit erklärt hat, einen Tarifvertrag abschließen zu wollen.
WAZ: Über welche Themen haben sie gesprochen?
Reusch: Wir haben gegenüber dem VfL unsere Forderungen formuliert – so zum Beispiel die 35-Stunden-Woche, Urlaubs- und Freistellungsregelungen. Bisher gibt es beim VfL nur Einzelverträge. Nach anderthalb Stunden haben wir uns auf ein nächstes Treffen am 12. März verständigt.
WAZ: Wie hat der VfL auf ihre Forderungen reagiert?
Reusch: Er hat sie registriert und wird sicherlich in der nächsten Sitzung darauf reagieren.
WAZ: Für wie viele Beschäftigte soll denn nach ihren Wünschen ein Tarifvertrag beim VfL gelten?
Reusch: Für jeden, der beim VfL einen Arbeitsvertrag hat, also nicht nur für die fest angestellten 100 Vollzeit-Beschäftigten, sondern auch für die Teilzeit-Beschäftigten. Der genaue Geltungsbereich muss aber noch festgelegt werden.
WAZ: Wann gibt es einen Tarifabschluss?
Reusch: Wir drängen auf zügige Verhandlungen. Ich hoffe auf einen Abschluss noch vor Ende der Punktrunde.


