IG Metall: Vertrauensbeweis bei AutoVision GmbH und Wolfsburg AG
Der Wahlmarathon im Verantwortungsbereich der IG Metall-Verwaltungsstelle Wolfsburg ist mit den Betriebsratswahlen bei der AutoVision GmbH und der Wolfsburg AG weitgehend abgeschlossen. Die Belegschaften der zwei Unternehmen wählten erstmals eine eigenständige Arbeitnehmervertretung. „Die Wahlbeteiligung ist ein klarer Beleg dafür, dass unsere Arbeit der vergangenen Jahre von den Kollegen positiv aufgenommen wurde“, zeigte sich der für Zeit- und Leiharbeit zuständige Fachsekretär Thorsten Ohst nach Bekanntgabe des Ergebnisses erfreut. „Im Branchenvergleich hatten wir in beiden Betrieben eine überdurchschnittliche Wahlbeteiligung“, so Ohst. Das sei Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.
Der Listenführer der AutoVision GmbH, Ali Naghi, freute sich besonders über die hohe Wahlbeteiligung bei der Stamm- und Kernbelegschaft, die bei knapp 75 Prozent lag. „Das ist nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern auch eine echte Herausforderung für die kommenden Jahre“, unterstreicht Naghi. Zwar seien auch überdurchschnittlich viele Zeitarbeiter zu den Urnen gegangen, „aber in diesem Bereich muss es uns gelingen, das Potenzial künftig noch besser auszuschöpfen“. Als zentrale Themen der anstehenden Betriebsratsarbeit nannte er die Arbeitsplatzsicherheit und eine Neudefinition der Rolle der AutoVision GmbH in der VW-Konzernwelt. „Die Tarifverträge spiegeln unsere aktuelle Situation nur noch bedingt wider, hier muss dringend angepasst werden“, so Naghi.
Margarete Hoffmann, Listenführerin der IG Metall bei der Wolfsburg AG, sprach am Wahlabend sogar von einem „super Wahlergebnis“. „Trotz des schwierigen Umfelds haben 47 Prozent unserer Kollegen ihre Stimme abgegeben. Damit scheint unsere Botschaft angekommen zu sein: Nur gemeinsam werden wir die schwierigen Zeiten im Sinne der Beschäftigten meistern“, zeigt sich Hoffmann überzeugt. Sichere Arbeitsplätze seien die eine Seite der Medaille, die Weiterqualifizierung der Beschäftigten die andere. „Nur wer die Möglichkeit hat, sich weiter zu entwickeln, der hat am Arbeitsmarkt auch eine Chance.
In beiden Betrieben kandidierten lediglich Listen der IG Metall. Aufgrund der spezifischen Situation der Unternehmen gab es bei der AutoVision GmbH neben der Wolfsburger (14 Sitze) auch eine IG Metall-Liste aus Emden (3 Sitze). Bei der Wolfsburg AG trat neben der hiesigen IG Metall (13 Sitze) auch eine Metaller-Liste aus Kassel (4 Sitze) an.
Presseecho:
20.03.2010 Wolfsburger Allgemeine: “IG Metall stellt alle Betriebsräte” (PDF, 98 KB)
20.03.2010 Wolfsburger Nachrichten: “IG Metall behält in den Betriebsräten die Oberhand” (PDF, 45 KB)




